Grundsätzlich lassen sich Hormon - Störungen nicht in einer geschlossenen Aussage interpretieren. Vielmehr ergänzen, eliminieren oder verstärken sich verschiedene Hormone in einem individuellen Zusammenspiel.

Daher ist es nötig entsprechende Hormone aufgrund bestimmter Symptome nicht einzeln zu betrachten, sondern immer in einem gemeinsamen Verhältnis zusammenhängender Hormone zueinander.

Es lässt sich auch für eine Therapie festhalten, dass ein „Zuviel“ fast immer genauso kontraproduktiv ist wie ein „Zuwenig“, so dass die Regulierung des Hormon - Haushaltes immer individuell gestaltet werden muss. Nur ein optimal abgestimmter Hormon - Haushalt führt zu höchster Leistung, Gesundheit und Wohlbefinden.

Stellen Sie sich dazu ein Orchester in dem jeder zusammen spielen muss: Ist die Trompete zu laut oder die Geige verstimmt, klingt die Symphonie schlecht oder verkehrt.

Alle sinnvollen therapeutischen Maßnahmen bei vielfältigen Störungen in Hormon Haushalt müssen daher die Normalisierung und die Wiederherstellung des natürlichen Gleichgewichts der Hormone zum Ziel haben.

Ein gestörter Hormon-Haushalt definiert sich in einem "Zuviel" oder "Zuwenig" bestimmter Hormone. Dieses "zuviel" oder "zuwenig" kann sich in einem absoluten, also einzeln betrachteten Hormon-Wert ergeben, in den meisten Fällen ist jedoch viel Aussagekräftiger relativen Hormon- Mengen zu einander, also die Verhältnisse der Hormone unter einander: Ein normaler Progesteronspiegel muss nicht bedeuten dass "alles in Ordnung" ist, im Verhältnis zu Estradiol kann dieser Progesteronspiegel vermindert sein. Dies wäre z.B. ein Indiz für eine Östrogendominanz ("Das Hormon Östradiol "dominiert" also das Hormon  Progesteron).

Die Balance der Hormone untereinander ist also relevant.